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Wir leben in einer immer schneller werdenden Welt. Durch Smartphones können wir innerhalb von Sekunden miteinander kommunizieren. Oft wird schon erwartet, dass man sofort antwortet. Wer kennt dieses Gefühl nicht? “Warum antwortet sie denn jetzt nicht, ich hab ihr doch schon vor einer Stunde geschrieben…” Nachrichten prasseln im Minutentakt auf uns ein. Wir verfolgen einen Krieg live am Handy mit, sehen wie in einem fernen Land die Erde brennt und lesen davon, wie viele Menschen täglich sterben. Bilder von Panzern und zerstörten Hochhäusern, Kinder auf der Flucht, steigende Ölpreise, eine fast vergessene Klimakrise und, ach ja, wir sind noch immer mitten in einer weltweiten Pandemie.

Wie soll man da noch den Überblick behalten?

Ich fühle mich regelmäßig überfordert. Ich weiß kaum noch welchen Nachrichten und Bildern ich glauben schenken kann. Was ist denn noch wahr und was ist fake? Wer weiß das schon?

Machtlosigkeit, Überforderung und Hilflosigkeit… Und der Wunsch zu helfen wird zur Qual.

Letztens wurde mir folgendes gesagt: “wir können anderen nur dann helfen, wenn wir bei uns selber angekommen sind.” Hm, das klingt logisch, dachte ich. Aber stimmt das auch?

Im gewissen Maße sicherlich schon. Wir brauchen eine innere Ruhe um rational denken und handeln zu können. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass wir wie verrückt durch die Gegend rennen, versuchen zu viele Dinge gleichzeitig zu tun und dadurch vielleicht nur noch mehr Chaos kreieren.

Auf der anderen Seite ist es gerade in Krisenzeiten wichtig, dass wir unsere eigenen banalen Bedürfnisse auch mal in den Hintergrund stellen um anderen Menschen, die es gerade dringender brauchen, unter die Arme zu greifen.

Ich denke es ist die Balance in der wir stark und kraftvoll sind.

 

Ich befinde mich auf der Suche. Auf der Suche nach meiner eigenen Balance und meinem Lebensweg. Was ist wichtig für mich? Und was ist wichtig für die Welt? Wo ist mein Platz in ihr und wie kann ich etwas zu einer besseren Welt beitragen ohne daran zu verzweifeln, wie ich es in der Vergangenheit so oft getan habe?

 

 

We live in a world that is turning faster and faster. We communicate within seconds with each other, using our smartphones. Who doesn’t know this expectation, that one responds right away to a message? “Why isn’t she answering? I textet her an hour ago…” Every minute there is news popping up. We witness a war live on our smartphone, we see countries burning and hear how many people have died today. Images and videos showing military trucks and refugees. Prices for oil and such are spiking. There is an almost forgotten climate crisis. Oh yes, and we are still in a worldwide pandemic situation.

How do you keep an overview?

Regularly I feel overwhelmed. I don’t know anymore, which news and pictures I can believe and which ones are fake. Who knows the truth?

Powerless, helpless, overwhelmed… And I get a headache trying to help.

Someone said to me: “helping is only possible, if we come to peace within ourselves.” That sounds reasonable, but is it true?

In some way it probably is. We need an inner peace in order to think and act rationally. Otherwise there is a chance that we end up just running around not actually managing anything properly. If we try to do to many things at once in such a state, we often create more chaos.

On the other hand are our own desires especially during a crisis often not as important as the ones of the people in need. Therefore it is necessary that we put our own wishes aside in order to do what needs to be done.

I believe that it is the balance between the two that makes us strongest.

 

Currently I am searching. I’m searching for my own inner balance and my path in life. What is important for me? What is important for the world? Where is my place in it and how can I contribute to a better world? But how can I do so without loosing myself like I have done so many times before?